Porträt von Judith Eisert-Luginger

Methoden

NARM®

What is narm?
Judith Eisert-Luginger - NARM® Master Therapist/Practitioner

Das Neuroaffektive Beziehungsmodell (NARM®) ist ein psychotherapeutischer Ansatz von Dr. Laurence Heller zur Behandlung von komplexen Entwicklungstraumata. Er verbindet neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit Methoden aus Psychodynamik, Bindungstheorie, Gestalttherapie und Körpertherapie.

Kernaussagen:

  • Überlebensstrategien: Symptome im Erwachsenenalter entstehen nicht durch die traumatischen Ereignisse selbst, sondern durch das Fortbestehen früher Überlebensstrategien, die ursprünglich dem Schutz dienten, heute aber das Erleben verzerren.
  • Identitätsverzerrung: Kinder internalisieren das Versagen ihrer Bezugspersonen als eigenes Versagen und entwickeln das Gefühl, nicht liebenswert zu sein. Um die Bindung zur Bezugsperson nicht zu gefährden, werden eigene Bedürfnisse und Emotionen abgespalten.
  • Therapieansatz: NARM® arbeitet an der Heilung dieser Identitätsverzerrungen und der physiologischen Dysregulation. Ziel ist es, die Trennung vom authentischen Selbst und von anderen zu überwinden und die Fähigkeit zu echter Verbindung und Selbstregulierung wiederherzustellen.

Ziel: Ganzheit, Lebendigkeit, Authentizität, Kontaktgefühl

Somatic Experiencing SE®

https://www.somatic-experiencing.de/
https://www.somatic-experiencing.de/traumatherapeut/jeisert-luginger/profile

SE steht als Abkürzung für Somatic Experiencing. Dieser körperorientierte Traumatherapieansatz wurde von Peter Levine entwickelt. Hier wird (Schock-) Trauma als im Körper steckengebliebener, nicht abgeschlossener Prozess von Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktionen auf eine überwältigende Situation (zu viel, zu schnell, zu plötzlich) verstanden. Auf Ebene des Körpers – vor allem des Nervensystems – fokussiert SE darauf, die steckengebliebenen Impulse zu vervollständigen und somit abzuschließen. 

Ziel: Regulation und Sicherheitsempfinden

NADP

https://mariannebentzen.com/nadp

NADP steht als Abkürzung für NeuroAffective Personality Development von Marianne Bentzen und Susan Hart. Dieses Modell fokussiert auf zu entwickelnde Kernfähigkeiten auf der autonomen Ebene des Nervensystems, auf der limbischen, emotionale Ebene und auf der präfrontalen Ebene (kognitive Fähigkeiten). Diese sind voneinander abhängig und bauen aufeinander auf. Zunächst ermöglicht ein NeuroAffective Asessment ein Bild zur Ist-Situation zu entwickeln, woraus dann klare, aufeinander aufbauende therapeutische oder auch pädagogische Interventionen entwickelt werden können.

Ziel: Verständnis von Gehirn- und Persönlichkeitsentwicklung, gestufte Interventionsplanung in Pädagogik und Therapie, Mentalisierungsfähigkeit

Systemische Therapie

Die Systemische Therapie ist neben der Tiefenpsychologie/Analyse und der Verhaltenstherapie die dritte Schule, die vom Gesundheitssystem als Therapieform anerkannt ist. Verschiedengestaltige Ansätze gehen auf die Erkenntnis zurück, dass auftretende (psychische) Probleme eben nicht an der Stelle ihre Ursache haben müssen, an der sie auftauchen. Menschen leben in Beziehungen oder anders formuliert: als Mensch ist man immer Teil eines Systems wie z.B. der Familie, der Arbeitskolleg*innen, einer Gesellschaft. Und ein sogenannter Symptomträger verdeutlicht ein Problem, ist jedoch nicht das Problem. Daher wird therapeutisch nach Mustern, nach dem Sinn des Symptoms, nach Ressourcen und Stärken geschaut. Gearbeitet wird therapeutisch oft mit dem ganzen System, damit Veränderungen wirkungsvoll für alle geschehen können.

Ziel: Erkennen und Verändern von festgefahrenen Deutungs- und Beziehungsmustern

Kinderpsychodrama und Teilearbeit

Szenen-Institut – Institut für Psychodrama
praxis Institut: Teilearbeit mit Kindern

Kinderpsychodrama basiert auf dem Erwachsenenpsychodrama von J. Moreno, das der Idee folgt, innere und äußere Konflikte spielerisch umzusetzen. Dieser Ansatz wurde im deutschsprachigen Raum wesentlich von Alfons Aichinger und Walter Holl auf die Bedürfnisse von Kindern angepasst. Abseits von Sprache als Instrument der Therapie können durch den Fokus auf Rollenspiel innere und äußere Konflikte ganzheitlich zum Ausdruck sowie in Bewegung gebracht und therapeutisch neu verhandelt werden.

Ziel: Kindern zu helfen, die Innenwelt spielerisch zum Ausdruck zu bringen und neue Fähigkeiten und Lösungen dabei zu entwickeln

Marte Meo

https://www.martemeo.com

Die Methode Marte Meo (lat. für „aus eigener Kraft“) wurde von Maria Aarts entwickelt. Sie unterstützt als Beratungs- und Therapiemethode Eltern oder Fachkräfte dabei, Kinder so zu begleiten, dass sie sich gesehen, verstanden und sicher fühlen. Der Fokus dieser videogestützten Methode liegt auf dem Nachverfolgen stimmiger Interaktionen. Gelungene Momente werden als Leitidee hervorgehoben.

Ziel: gelingende Bindung und Beziehung stärken, Entwicklung von Kooperation, Selbstvertrauen von Kind und Bezugsperson fördern, ein von Wertschätzung, Kontaktwunsch und Wachstum geprägtes Menschenbild